Die Kaufpreise für Wohnimmobilien in Deutschland ziehen im dritten Quartal 2026 wieder leicht an – bei gleichzeitig hohen Bauzinsen von rund 4,1 Prozent. Was die aktuellen Zahlen bedeuten und worauf Eigentümer und Kaufinteressenten im Westerwald jetzt achten sollten.
Laut der immowelt-Auswertung für das 3. Quartal 2026 (Datenstand 1. Oktober 2026) sind die Angebotspreise für Bestandswohnungen und Häuser bundesweit jeweils um 0,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal gestiegen. Die Kaufpreise liegen damit bei rund 97 Prozent des Höchststands von Juni 2022. Gleichzeitig steigen die Baufinanzierungszinsen auf etwa 4,13 Prozent (+0,26 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr), die durchschnittlichen Tilgungsraten sinken auf rund 1,85 bis 1,90 Prozent.
| Kennzahl | Wert | Veränderung |
|---|---|---|
| Bestandswohnungen (bundesweit, Ø) | 3.288 €/m² | +0,7 % zum Vorquartal |
| Häuser (bundesweit, Ø) | 2.886 €/m² | +0,7 % zum Vorquartal |
| Kaufpreise im Verhältnis zum Höchststand Juni 2022 | ca. 97 % | – |
| Baufinanzierungszins | ca. 4,13 % | +0,26 Prozentpunkte zum Vorjahr |
| Wohnungen München | 8.035 €/m² | +0,8 % |
| Wohnungen Düsseldorf | 4.537 €/m² | +3,7 % |
| Wohnungen Duisburg | 2.069 €/m² | −1,9 % |
Der Bundesdurchschnitt verdeckt deutliche Unterschiede: Während Düsseldorf (+3,7 %), Essen (+3,5 %) und Stuttgart (+2,5 %) bei Wohnungen kräftig zulegen, gaben Duisburg (−1,9 %) und Dortmund (−1,0 %) nach. Auch der Europace-Hauspreisindex für August 2026 zeigt ein gespaltenes Bild: Neubau-Ein- und Zweifamilienhäuser erreichen mit +3,34 % zum Vorjahr einen neuen Höchststand, bestehende Häuser (+1,26 %) und Eigentumswohnungen (+0,26 %) entwickeln sich ruhiger.
Die genannten Daten beziehen sich auf Großstädte und den Bundesdurchschnitt; für den Westerwald liegen darin keine eigenen Werte vor. Ländliche Regionen schwanken meist weniger stark als Metropolen, und auch in Rheinland-Pfalz zeigte sich zuletzt ein Markt ohne große Bewegung mit deutlichen Unterschieden von Ort zu Ort. Entscheidend sind Lage, Zustand und Energieeffizienz.
Der Markt bleibt stabil mit leichter Aufwärtstendenz. Gerne ermittle ich den realistischen Marktwert Ihrer Immobilie oder unterstütze Sie bei der Suche – sprechen Sie mich einfach an.
Quellen: immowelt: Immobilienpreise Q3 2026 · Haufe: Europace-Hauspreisindex · IVD West: Rheinland-Pfalz